Filme
Donnerstag, 20.11.2008
19:00 Eröffnungsgala
20:30 Spielfilm
Summer of 69 von Cao Kai (2006, 8 min)
Für seinen Film „Summer of 69” verwendete der Regisseur Cao Kai historisches Filmmaterial, das er mit der Live-Version des Songs „Summer of 69” von Bryan Adams unterlegte.
Sparrow von Johnnie To (2008, 85 min)
( Originaltitel: MAN JEUK )
In den Hauptrollen: Simon Yam und Kelly Lin
mit Ka-tung Lam, Hoi-pang Lo, Wing-cheong Law, Kenneth Cheung
Mit viel Esprit, verhaltenem Humor und stimmungsvoller Musik hat Hongkongs Top-Regisseur Johnnie To eine trickreiche Gaunergeschichte als Lustspiel inszeniert.
SPARROW ist ein romantischer Film über die Sehnsucht nach Selbstbestimmung, über die unerwiderte Liebe eines reichen alten Mannes zu einer verführerischen jungen Frau, über Kameradschaft, Ritterlichkeit, Stolz und Standesehre. Regisseur Johnnie To gilt als der kreativste und derzeit bedeutendste Filmemacher in Hongkong, international vor allem bekannt für seine meisterhaft inszenierten Noir-Krimis. Die diesjährige Berlinale bereicherte er mit dieser beschwingten Geschichte über eine liebenswerte Bande von Taschendieben um den zauberhaftesten Film des Wettbewerbs: “Johnnie To schafft mit einer hinreißend verspielten Gaunerkomödie und liebevollen Hommage an Hongkong einen Glücksfall purer filmischer Magie. Sensationell.” (Blickpunkt Film)
Freitag, 21.11.2008
16:00 China Experimental
Eine Auswahl von Kurzfilmen des China Independent Film Festival in Nanjing
The View of the Simpleton A von Zhao, Qing (2003, 6 min)
One day, One Night von Gao,Shiqiang (2005, 20 min)
Fragments von Ni, Keyun (2006, 26 min)
Bleed von Yang, Ke (2006, 18 min)
Sunday von Hong, Liang und Li, Kang (2008, 35 min)
Depth of the Hypnogenesis von Ni, Keyun (2005, 7 min)
Love Plan von Ni, Keyun (2004, 6 min)
Three Stories von Dong, Wensheng (2003, 12 min)
18:00 Spielfilm
Sparrow von Johnnie To (2008, 85 min)
20:30 China Society
Senior Year von Zhou, (2005, 95 min)
In Anwesenheit des Regisseurs, anschliessend besteht die Möglichkeit der Diskussion.
Ein Dokufilm aus dem schulischen Alltag. Studiere hart. Denke vorwärts. Diese Slogans sollen durch Drill in die Hirne chinesischer Schüler verankert werden. Für viele Schüler aus den ländlichen Regionen ist der Schulbesuch nur möglich durch die völlige finanzielle Verausgabung ihrer Eltern. Diese arbeiten oftmals bis zum Rande der physischen Erschöpfung, um das Schulgeld zahlen zu können. Die Kinder spüren das und werden zu Robotern, die Tag und Nacht büffeln; oftmals bereits um 3 Uhr morgens zur Schulvorbereitung aufstehen. Der Film eröffnet uns einen sehr realistischen bisher nie möglichen Einblick in das chinesische schulische Leben. Man nimmt teil am Unterricht mit allen seinen Härten aber auch schönen Seiten, ist bei Elternbesprechungen und Lehrerversammlungen dabei.
Samstag, 22.11.2008
16:00 China Society
Raised from Dust von Gan, Xiao Er (2006, 102 min)
Xiao-Li ist Mitglied eines kirchlichen Orchesters auf dem chinesischen Land. Sie versorgt ihren sterbenden Mann im Hospital. Für die Tochter reicht das Geld der Mutter nicht zum Schulbesuch. Der Film gibt uns einen Einblick in den tiefen Zusammenhalt einer christlichen Gruppe in China und auch der daraus entstehenden Probleme.
18:00 China Society
Red Bird von Gao, Tunzi (2008, 70 min)
Roter Vogel ist ein Pferd, das oberhalb des Gelben Flusses im Grenzgebiet der Provinzen Sichuan, Gansu und Qinghai fast mystisch verehrt wird. Der Film über das berühmte Pferderennen in dieser Region zeigt, dass es letztlich um mehr geht. In der Vorbereitung des Rennens und im Umgang mit den Pferden wird die Beziehung der Pferdehalter zur Natur und Mystik in dieser Region deutlich.
Internet Love von Li, Junhu (2003, 30 min)
Ein Film über die modernen Beziehungen im heutigen China. Wir begleiten einen jungen Einwanderer in der Kreisstadt Yan`an auf Beziehungssuche. Das Internetcafe des Ortes ist ein vielbesuchter Ort, um dem eigenen harten Leben für einen kurzen Augenblick zu entfliehen, um im Chat Gleichgesinnte zu treffen und sich zu einem Blind Date mit der Traumfrau zu verabreden.
Last Days in the Life of Grandma von Li, Qiang (2005,17 min)
Alt-Werden, Krank-Sein, Verfall, die letzten Stationen vor dem Tod. Die Aufnahmen seiner Großmutter durch den Enkelsohn sind für uns westliche Betrachter oftmals schockierend und fast schon vouyeristisch. Auf dem chinesischen Land ist die Familienstruktur jedoch enger. Dadurch ist der Tod und der Abschied vor dem Tod Bestandteil des Alltags.
20:30 New Stories
The Other Half von Ying, Liang (2006, 111 min)
In Anwesenheit des Regisseurs, anschliessend besteht die Möglichkeit der Diskussion.
anschliessend besteht die Möglichkeit der Diskussion mit Ying, Liang
Xiaofen arbeitet als Angestellte in einem Rechtsanwaltsbüro im Südwesten Chinas. Ihr Job ist es, weibliche Mandanten zu treffen und ihre Fälle zu dokumentieren. Aber auch ihr eigenes Leben läuft nicht gerade ohne Probleme ab. Ihr Freund, mit dem sie zusammenlebte, wird vermisst. Möglich, dass er ein Mörder ist. Der Film beschreibt verschiedenen Ebenen des Lebens von Xiaofen und steht beispielhaft für das Leben vieler Frauen in den Städten Chinas.
Sonntag, 23.11.2008
16:00 New Stories
Sunflower Seed von Wei, Ating (2008, 85min OmeU)
Dieser Film entführt uns in das ländliche Leben Chinas und zeigt das Leben von Kindern auf einem chinesischen Bauernhof. Ein anrührender Film über die Härte des Überlebens aber auch über die Nähe und Freundschaft von Kindern mit Tieren.
18:00 New Stories
Shadow Play von Du, Youran (36 min)
Schattenspiele sind eine aussterbende Kunstform in China. Ganz poetisch und ohne Melancholie beschreibt dieser Dokufilm das Leben auf dem Lande zwischen Tradition und Moderne. Ein Schattenspieler versucht seinen Sohn als Nachfolger einzusetzen.
RMB 100 von Zhang, Jizhong (2007, 11 min)
Die aberwitzige Geschichte eines gefälschten Geldscheines.
A Love that will never end von Wang, Yushu (40 min)
Vier Geschichten über Liebe oder die Geschichte eines Hotelzimmers und was in ihm passiert.
20:30 Abschlussfilm
Taking Father Home von Ying, Liang (2003, 92 min)
In Anwesenheit des Regisseurs, anschliessend besteht die Möglichkeit der Diskussion.
Ein 17 jähriger Junge aus der Provinz Sichuan macht sich auf die Suche nach seinem Vater. Dieser hat seine Familie vor sechs Jahren verlassen und soll in der Großstadt sein Glück gemacht haben. “In bewundernswerter Schlichtheit gelingt es dem Filmemacher, den immer stärker zu Tage tretenden Gegensatz zwischen Stadt und Land in China zusammenzuführen, indem er die Geschichte des heranwachsenden Xu Yun zu einer universellen Fabel macht.” (Viennale 2006)
